Bergbau, Meteoriteneinschlag und Mondgestein

Der MGV auf Entdeckungsreise
Was haben Eisenerzbergbau, ein Meteoriteneinschlag und ein Stück Originalmondgestein miteinander zu tun. Eigentlich nichts, außer, dass die Reisegruppe des MGV, die sich am 15.7.2007 unter der fachkundigen Leitung von Klaus Heinzmann auf den Weg machte, an diesem Tage damit in Berührung kommen sollte. Aber der Reihe nach. (Fast) punktlich um 7.00 gings los mit dem Bus in Richtung Aalen. Ein kleiner Zwischenstopp nach dem Fahrerwechsel bei Stuttgart wurde für eine Stärkung mit (ohne Butter)-Brezeln genutzt. Sekt und andere Getränke weckten die Lebensgeister. Vor der Einfahrt in die ehemalige Eisenerzmine „Tiefer Stollen“ bei Aalen wurde die Besuchergruppe mit Umhang und Helm ausgestattet. Schön sahen wir aus. Mit der Grubenbahn ging es einige hundert Meter weit in den Berg, in dem noch bis Ende des 2. Weltkrieges Eisenerz abgebaut wurde. Das Eisenerz dieser Gegend war Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs im 19. Jhd. mit Erzabbau, Verhüttung und Kunsteisenguss gewesen. So stammen z.B. die Kunstgussteile in der Wilhelma aus Aalen. Als alle wohlbehalten das Licht der Welt wieder erblickt hatten, wurde der Hunger und der aufkommende Durst in einer nahegelegenen Gaststätte gestillt. Weiter gings ins bayrische Ausland nach Nördlingen. Nachdem die Kontaktschwierigkeiten mit den örtlichen Führern überwunden waren (die Tourist-Information hatte einen falschen Treffpunkt mitgeteilt), wurde die Reisegruppe aufgeteilt und erkundete den historischen Stadtkern mit vollständig begehbarer Stadtmauer, Suevitgebäuden, Suevitpflaster, der größten Suevitkirche und dann eine Eisdiele. Suevit ist das Gestein, das vor etwa 15. Mill. Jahren in der Gluthitze beim Meteroiteneinschlag entstanden ist. Äußerlich ähnelt es vulkanischem Trass oder Beton und zersetzt sich, wenn es als Baustein verwendet wird, im Laufe der Jahre stark. Besonders bestaunt wurde im dortigen Rieskrater-Museum eine Stück Originalmondgestein, das die NASA aus Verbundenheit zu Nördlingen der Stadt als Dauerleihgabe überlassen hat. Astronauten der NASA hatten nämlich im Nordlinger Ries für ihre Mondexpeditionen trainiert. Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft, war das Nördlinger Ries durch einen riesigen Meteoriteneinschlag entstanden und weist ähnliche Gesteinsstrukturen wie der Erdtrabant auf. Nachdem alle wieder glücklich und trotz ständiger Schattensuche erhitzt den Bus wiedergefunden hatten, ging es in der Kühle des Busses dann schon wieder über die Alb in Richtung Heimat. Nach dem Abendessen in Süssen bei Göppingen erreichte die gesättigte und fröhliche Reisegruppe dann gegen 22.00 wieder heimatliche Gefilde. Jeweils beim Essen hatte die mitgereisten Sänger die Gruppe mit einigen Liedern erfreut. Ein besonderer Dank gebührt wieder einmal dem Organisatior der Tour Klaus Heinzmann mit seinem perfekten Timing, der gründlichen Recherche und den notwendigen Erläuterungen unterwegs. So machen Ausflüge Spass und sind eine bleibende und gute Erinnerung.

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